Tunnbröd

Ein Artikel, der von euch besonders oft im Shop nachgefragt wurde ist das schwedische Tunnbröd. Leider ist es ja nunmal so, dass ich derzeit (noch) keine frischen oder Kühlartikel anbieten kann, so dass es eigentlich neulich perfekt passte, als mir dieses Rezept in einer Facebookgruppe über den Weg lief.

Neben diesem wirklich tollen und einfachen Rezept, hat der Facebookbeitrag nebenbei auch noch ein ganz anderes Problem gelöst, dass ich hatte. Ich war nämlich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Kruskavel. Das ist eine Art Nudelholz mit Noppen, das man verwendet, damit das Tunnbröd oder auch das Knäckebrot beim Backen keine Blasen wirft. Man rollt damit über den Teig und erhält so das typische Lochmuster. Aber genug der Worte. Für das Tunnbröd benötigt Ihr:

  • 500 gr Weizenmehl
  • 100 gr Roggenmehl (ich habe das grob gemahlene Mehl aus dem Shop genommen)
  • 100 gr weiche oder zerlassene Butter
  • 2 TL Salz
  • 1 Pck Backpulver
  • 500 ml Buttermilch

Und dann geht es auch schon los. Mischt einfach alle trockenen Zutaten in einer Rührschüssel zusammen und knetet langsam die Butter unter die Masse.

Sobald sich die Butter gut verteilt hat, gebt ihr unter ständigem kneten, die Buttermilch hinzu. Am einfachsten ist das natürlich in einer Küchenmaschine (meine möchte ich nicht mehr missen). Den Teig immer weiter kneten, bis ein schöner Teig entstanden ist, der sich leicht vom Schüsselrand löst. Er darf auch noch gern ein wenig klebrig sein. Ich musste bei meinem Versuch noch „einen Schubs“ Mehl hinzugeben.

Aus dem fertigen Teig formt ihr nun kleine Kugeln, die ich grössenmässig irgendwo zwischen einer Clementine und einer kleinen Orange einordnen würde. Insgesamt habe ich aus der Masse ca. 15 Stück herausbekommen.

Dann nehmt ihr eine Pfanne, hitzt diese auf (ca. 3/4 von dem was die Platte bringt) und rollt in der Zwischenzeit die erste Kugel zu einem runden, dünnen Fladenbrot aus. Zum Abschluss einmal mit dem Kruskavel rüberrollen und dem Fladen das Lochmuster verpassen. Wenn die Pfanne Temperatur hat legt ihr den Fladen ohne (!) Öl hinein. Wenn die erste Seite die ersten braunen Flecken bekommt, wendet ihr den Fladen, backt die andere Seite nochmal kurz an uuuuuund fertig.

Ein wirklich einfaches und tolles Rezept, das von „Elkes bunter Tortenteller“ , bzw. von der dazugehörigen Facebookseite stammt. Lasst unbedingt ein Like da!

Den Kruskavel könnt ihr als Fleischrolle bei Holzladen24.de bestellen. Ursprünglich hatte ich mal geplant, die selber im grösseren Umfang aus Schweden zu importieren, aber diese hier ist wirklich top und preislich ebenso völlig ok!

Viel Spass beim nachbacken 🙂 In das Tunnbröd kann man allerlei Beläge legen und es dann zusammengerollt perfekt geniessen. Selbst mein Sohn, der manchmal ein wenig krütsch ist (wie wir in Norddeutschland sagen), hat gleich 3 Stück mit Lachs gegessen. Er meinte, genau das Brot mit Lachs soll es ab jetzt jeden Tag geben. Na dann.. 🙂


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